Faktencheck: Fragen und Antworten zum geplanten Industrie- und Gewerbepark

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Themenfeld Identität und Entwicklung

  • Wie können wir unsere regionale Kultur und unsere gewachsenen Gemeinschaften bewahren?


  • Nur durch nachhaltiges Wachstum. Der demographische Wandel zeigt, dass unsere Bevölkerung in Zukunft wächst, aber dabei immer älter wird. Die Altersklasse der Berufstätigen nimmt ab, besonders deutlich ist dies beim Anteil der jungen Erwachsenen zu sehen.

    Wir müssen Maßnahmen ergreifen, damit die Region unseren jungen Leuten auch in Zukunft genug zu bieten hat: attraktive Wohnlagen, gute Arbeitsmöglichkeiten, Mobilität, Freizeitangebote, Kinderbetreuung und Schulen. Dafür sind ein gewisses Wachstum mit Augenmaß und wirtschaftliche Handlungsfähigkeit notwendig. Der Bahnhof Merklingen (Schwäbische Alb) und das geplante interkommunale Gewerbegebiet helfen uns, diese Angebote zu schaffen und zu erhalten.


  • Wird durch den Gewerbepark mehr Wohnraum benötigt?


  • Der Bedarf an neuem Wohnraum wird eher durch den Siedlungsdruck der Ballungsräume und die Konjunktur getrieben. Den einzelnen Gemeinden obliegt es, durch den Ausweis von neuen Baugebieten im Rahmen des Flächennutzungsplans neuen Wohnraum zu schaffen. Es ist aber vorauszusehen, dass bei einem künftigen Gewerbepark in Fußnähe zum Bahnhof viele Arbeitsplätze durch Pendler besetzt werden können.


Themenfeld Natur und Landwirtschaft

  • Für die Bodenversiegelung im Gewerbepark müssen Ausgleichsflächen bereitgestellt werden. Wo sollen diese Flächen ausgewiesen werden?

  • Die 12 Mitgliedskommunen des „Verbands Region Schwäbische Alb“ (RSA) haben zugesagt, zum Ausgleich der landwirtschaftlichen Flächen beizutragen.


  • Wie können die Flächenverluste ansässiger Landwirte ausgeglichen werden?

  • Auf Iintitative von Merklingen und Nellingen wurde am 12. Dezember 2018 in der Verbandsversammlung der Beschlussvorschlag erweitert um sicherzustellen, dass die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe aus einem Flächenpool Ersatzflächen bekommen. Diese Flächen sind von den Mitgliedskommunen bereitzustellen – das heißt, dass auch andere landwirtschaftliche Betriebe innerhalb der 12 Mitglieder einen Teil der Last tragen müssen.


 

Themenfeld wirtschaftliche Entwicklung

  • Wie funktioniert das Zusammenspiel der kommunalen Gewerbegebiete mit dem interkommunalen Industrie- und Gewerbepark?
  • Grundsätzlich ist vorgesehen, dass größere Betriebe, die einen Flächenbedarf von mehr als 3.000 m² haben, im interkommunalen Gewerbegebiet angesiedelt werden.
    Aber es gibt Ausnahmen: Ist ein Betrieb bereits in einer der Ortschaften ansässig, dann gilt dies als Eigenentwicklung. Die Entwicklungsmöglichkeiten für ansässige Gewerbebetriebe sollen erhalten bleiben.

  • Welche Art von Gewerbe wird angesiedelt? Welche Arbeitsplätze entstehen?
  • Die konkrete Ausgestaltung wird in den nächsten Jahren erfolgen. Ein Mix aus Arbeitsplätzen in der Produktion und im Bereich der Dienstleistungen, sowie Büroarbeitsplätzen wäre wünschenswert.


Themenfeld Verkehr


  • Wie wird mit zusätzlichem Verkehrsaufkommen umgegangen?


  • Den Verbandsmitgliedern und ihren Gremien war es wichtig, Durchfahrtsverkehr in den Kommunen zu vermeiden. Mit einem Standort direkt an der Autobahn ist das für den Fernverkehr gegeben.
    Im Rahmen einer Erschließung werden Konzepte erarbeitet.
    Positiv ist in diesem Zusammenhang, dass durch eine Neuausrichtung des ÖPNV auf den Bahnhof ein in der Nähe liegender Gewerbepark optimaler angebunden werden kann. Oberstes Ziel sollte die Vermeidung von Individualverkehr sein – denn nur so entlasten wir tatsächlich die Umwelt und Straßen.